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Junge Talente mischen die Sitzung der Kasteler Haubengarde auf

28.01.2015 Kastel Allgemeine Zeitung

Von Silvia Dott

Marie-Luise Thüne überzeugt als neue Sitzungspräsidentin

Das war Fastnacht vom Feinsten. In der behaglichen Atmosphäre des Kasteler Lilien-Palais feierte die Meenzer Haubengarde am Sonntag ihre Kleinkunst-Fassenacht. Unter der schlagfertigen Neu-Sitzungspräsidentin Marie-Luise Thüne wechselten sich geschliffene Reden, flotte Tänze und Mini-Theaterstücke ab. Das Publikum erlebte einen pfiffigen Nachmittag und Abend, der seinesgleichen sucht.

Hausherr und Vorsitzender der Haubengarde, Harald Kauth, präsentierte die Garde und sich bei der Fastnachtsparty in schmucken, neuen Uniformen. Als Uffstumber hatte man eigens einen General der Ranzengarde engagiert.

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Woody Feldmann bringt mit ihren Pointen das Lilien-Palais in Kastel zum Beben

15.12.2014 Kastel Allgemeine Zeitung

Von Daniel Eschmann

KASTEL - Bis auf den letzten Platz ist der Saal am Freitag ausverkauft. Die Gäste waren schon anderthalb Stunden vor Show-Beginn da. Sie sitzen zusammen, essen und trinken. Und dann um 20 Uhr ist es so weit: Woody Feldmann betritt die Kleinkunst-Bühne im Lilien-Palais in Kastel.

„Ich wollte ja schon auf die Bühne kommen, als er gesagt hat, der Käsehügel nach vorne“, beginnt sie ihren Auftritt. Zuvor hatte Harald Kauth, Betreiber des Lilien-Palais, in seiner Anmoderation noch seine Servicekräfte darauf aufmerksam gemacht, dass an einem Tisch noch ein Käsehügel, also eine Käseplatte fehlt.

Woody Feldmann ist bekannt aus der Fastnacht. Hat hier schon an vielen Sitzungen als Bühnengast teilgenommen. Heute ist sie mit ihrem Weihnachtsprogramm zu sehen.

Dialog mit Gästen

Die meisten Gäste sind nicht zum ersten Mal im Palais und viele sehen auch Woody nicht zum ersten Mal. Ihr Programm wirkt eher wie ein Gerüst. Sie geht auf ihr Publikum ein. Nutzt Zwischenrufe der Gäste und baut sie pointiert ein. Da bekommt ein Mann aus dem Publikum, mit dem sie sich zeitweise wie in einem Dialog unterhält, auch schon mal „du hast übrigens morgen einen Termin beim HNO-Arzt – zum Stimmbänder ziehen“ an den Kopf geworfen, was den Saal mit großem Gelächter und dem aus der Fastnacht bekannten „Uiuiui, Auauau“ erfüllt. Und sie macht das in einer sympathischen Art, dass ihr niemand deswegen böse ist.

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Essener Comedian Moses W. präsentiert sein Programm „Mach Platz, ich mach’ Plätzchen“ im Lilienpalais

09.12.2014 Kastel Allgemeine Zeitung

Von Norbert Fluhr

KASTEL - „Mach Platz, ich mach’ Plätzchen“ heißt das Weihnachtskabarett, mit dem der Essener Comedian Moses W. derzeit durch die Bundesrepublik tourt. Am Freitag präsentierte der Künstler bei seinem Gastauftritt im Lilienpalais sein Programm mit musikalischem Zuckerguss.

Hektische Vorweihnachtszeit

Kein Zweifel: Die Adventszeit ist eine hektische Zeit, in der sich die meisten Zeitgenossen nach mehr Ruhe sehnen. Es soll ein besinnlicher Abend werden, frohlockte Moses W. Weihnachten ist purer Stress. Da lohne ein Blick in die Tagebuch-Notizen des vergangenen Jahres: Dreimal hatte Moses W. versucht, seine „bessere Hälfte“ mit einem selbst gebackenen Christstollen zu überraschen. Ein Debakel, denn am Ende seiner Experimente konnte er seiner Ehefrau nur die „Ruhrpott-Variante“ präsentieren: einen Kohle-Stollen, ganz typisch für den Sohn eines Bergmanns.

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Romeo und Julia in der Mainzer Altstadt

13.10.2014 Kastel Allgemeine Zeitung

Von Norbert Fluhr

Theater "Es war die Lersch" lockt Shakespeare am Ende sogar aus dem Grab heraus/Es darf kräftig gelacht werden 

Shakespeares Werke stammen nicht von Shakespeare, sondern von einem anderen Herrn gleichen Namens“, spottete einst Bernhard Shaw und nährte damit die Zweifel, die schon Francis Bacon und Christopher Marlowe hegten. Für den israelischen Satiriker Ephraim Kishon stand der Streit um die Identität des Autors beim Verfassen seines Theaterstücks „Es war die Nachtigall“ dagegen nicht im Vordergrund. Auch nicht für das Theatertrio Marie Luise Thüne, Harald Kauth und Werner Hartmann, das im „Lilien Palais“ das Meenzer Lustspiel „Es war die Lersch“ aufführte. „Romeo un Julia“ sind in der Mainzer Altstadt angesiedelt. Und weil überall gespart wird, müssen sie gleich in mehrere Rollen schlüpfen. Der Geist Shakespeares schwebt zwar schon über die Bretter, die die Welt bedeuten, doch braucht der „Maestro“ (verkörpert von Werner Hartmann) vorerst nicht in die „verwurschtelte“ Spielhandlung des „Feuerwerks in drei Akten“ einzugreifen. Für Kauth eine komödiantische Spielwiese, wenn er als recht erfolgloser Ballettmeister seinen Lebensunterhalt bestreiten muss und kurze Zeit später als „Pater Lorenzo“ moralinsauer die von Romeo einstmals angebetete Julia seelsorgerisch betreuen darf. Shakespeare hätte sich wahrscheinlich gleich mehrfach im Grabe gedreht, wenn seine romantische Tragödie durch das Erzkomödianten-Trio despektierlich verunstaltet wird.

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