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„Kann denn Liebe Sünde sein?“

17.05.2013 - KASTEL Allgemeine Zeitung

Von Silvia Dott

LILIENPALAIS Travestie-Diva Josephine widmet dem legendären Ufa-Star Zarah Leander einen ganzen Abend

Federboa, Glitzerkleid, feuerrote Mähne, rauchige Stimme und ‘ne kesse Lippe – That’s Josephine! Wie sie leibt und lebt. Auf der Kleinkunstbühne im Lilienpalais widmete die Travestie-Diva (alias Frank Cochlovius) dem legendären Ufa-Star Zarah Leander einen ganzen Abend: „Kann denn Liebe Sünde sein?“.

Die Diva schritt durch den Saal unter den Ovationen der Gäste zur Bühne. Vor einem Bild Leanders mit berühmtem Himmelsblick lässt Josephine ihr Ebenbild entstehen. Ist dass nicht Zarah selbst? – Man muss mit den Augen blinzeln. Die stolze Haltung, die Handbewegungen, das Neigen des Kopfes nach dem Gesang. All dies hat Josephine perfekt einstudiert.

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Tanzkurs und Swingerclub

05.03.2013 - KASTEL Allgemeine Zeitung

Von Silvia Dott

LILIEN-PALAIS Moses W. über Single-Dasein, Sex und andere Abgründe der Paar-Beziehung

Frauen – das ewige Mysterium. Wie lassen sie sich ergründen? Das schwache Geschlecht definiert sich nach dem, was es isst. „Isst sie Pommes, kann ich sie gut leiden, die mit Tofu musst du meiden, bei solchen mit Salat musst du aufstehen – und gehen!“ Stand-up-Comedian Moses W., das scharfzüngige „Maschinengewehr des Ruhrpotts“, gab am Samstagabend im Kasteler Lilien-Palais Ratschläge fürs Leben.

Bei „Er-Sie-Ex“ wurden alle Eventualitäten der modernen Beziehung gestreichelt bis gegeißelt. Kurz: Jede(r) durfte mitlachen! Auch Palais-Besitzer Harald Kauth und sein rühriges Team.

Sprachschwierigkeiten gab es keine, obwohl sich das Mainzerische und das Ruhrpöttische im Tempo stark unterscheiden. Das eine fließt eher zäh dahin, das andere kommt zackig, flott daher. Also hieß es: Aufgepasst, schließlich will man keine Pointe verpassen. Und die kamen Schlag auf Schlag!

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Spiel mit dem gesunden Menschenverstand

12.03.2013 - KASTEL Allgemeine Zeitung

Von Linda Rustemeier

LILIENPALAIS „Staunen und Schlemmen“ mit Zauberer Christian Dux und einem leckeren Vier-Gänge-Menü

Eine außergewöhnliche Mischung aus Schlemmen und Staunen wurde im Lilienpalais geboten. Der Zauberer Christian Dux ist in Kastel ein gern gesehener und gut bekannter Entertainer. Zum dritten Mal schon lud er in der Kleinkunstbühne in der Mainzer Straße zu außergewöhnlicher magischer und komödiantischer Unterhaltung ein. „Wenn es gerade mal nicht auffällig lustig ist, dann ist es gerade Magie“, scherzte Dux mit den Besuchern im vollen Saal.

Wenn Tische schweben

Die klassischen Zaubertricks taten auch in Kastel ihre Wirkung. Karten und Tücher verschwanden und fanden sich wieder, Tische schwebten durch die Luft und aus Asche wurde Geld. Christian Dux erklärte seine Zaubertricks immer wieder, um das Publikum gleichzeitig neu zu verwirren. Er wollte offensichtlich den gesunden Menschenverstand seiner Zuschauer auf die Probe stellen und lud dafür freiwillige Zauberlehrlinge auf die Bühne.

Der Magier begeisterte mit Spannung und Nervenkitzel. Unerklärliche Zauberkunststücke versetzten das Publikum in grenzenloses Staunen. Das Ganze verpackte er in originelle Präsentationen gepaart mit einer guten Portion Komik und Wortwitz. Immer wieder wurde Dux von Gästen gefragt, ob seine Fähigkeiten ausreichten, um das herbeizuzaubern, wonach die Welt drängt: Geld. Der Magier bewies, dass er zumindest den Wert des Geldes mit einem einfachen Kunststück verwandeln kann. Dafür musste ein Gast einen Zehn-Euro-Schein opfern, den der Zauberer erst zerriss, und dessen Schnipsel er dann verbrannte. Aber natürlich tauchte das Geld am Ende wieder auf.

Vom Essen begeistert

Das Publikum war begeistert, so auch die Besucherin Chris Lieder aus Ginsheim, die mit ihrem Mann auf eine Empfehlung von Freunden gekommen war und als Zauberassistentin fungierte: „Christian Dux lieferte ein hervorragendes Programm ab. Man denkt immer wieder, das gibt’s doch gar nicht. Und der Name Schlemmen und Staunen ist hier wirklich Programm, super lecker war das Essen“, sagte Chris Lieder zum Gesamtangebot.

Gekrönt wurde das Programm nämlich mit einem Vier-Gänge-Menü, zusammengestellt von Lilien-Palais-Chef Harald Kauth persönlich. So servierten Kauth und sein Personal ein Vorspeiseteller mit Antipasti, eine Tomatensuppe mit Shrimps, Ente auf Gemüsebeet und als Krönung Eis mit dem Namen „Queen Elisabeth“.

Dinner for One - Fassenacht Helau: Urkomische Komödie in Kasteler Lilien-Palais

10.01.2013 - KASTEL Allgemeine Zeitung

Von Marie Roth

In der Kneipe zum narrischen Dippe. „Warum haben wir uns getroffen? Um die Urfassung des Dinner for One - die „Originalfassung aus Mainz“ zu sehen,“ erklärt Harald Kauth. Die Engländer hätten die Geschichte geklaut und 1952 mitgenommen. „Sie haben jetzt genug gegessen - lassen wir die Spiele beginnen“, leitet er zum Programm über.

Beim „Dinner for One - Fassenacht Helau“ präsentierten Marie-Luise Thüne (Oma, Lisbeth), Harald Kauth (Karl-Ludwig, vier Fassenachter), Werner Hartmann (Karl-Herbert, Piano) eine urkomische Meenzer Urfassung des Kult-Klassikers bei einem entspannten Frühstücksbuffet.

Mit Wiesbadener Humor

Die Oma sitzt mit ihren Enkeln Karl-Ludwig und Karl-Herbert zusammen. „Die sind wie Ahörnchen und Bhörnchen“, jammert sie verzweifelt.

Karl-Ludwig sei völlig aus der Art geraten, beschwert sie sich. Mit seinem Humor könne er aus Wiesbaden sein.

Ganz anders Karl-Herbert, ein waschechter Fassenachter. Er sucht seine Hildegard - nicht etwa seine Frau, sondern seinen weißen Teddy. Die Oma versucht, ihm eine Frau schmackhaft zu machen - doch Karl-Herbert ist keine Recht. „Wie sie aussieht, ob blond oder schwarz, ganz egal, mei Mädsche muss a Fassenachter sei“, singt er entschlossen. Karl-Ludwig singt für die Oma - seit 45 Jahr‘ - wiederwillig - „Humba, Humba immer wieder Humba Täteretete“ - das fordert die Oma ein, für die Fassenacht schöner als Weihnachten und Ostern zusammen ist und zum Enkel sagt „solang du hier sitzt, wird Fassenacht gefeiert, Du Wiesbadener“ und haut dabei auf den Tisch.

„Oma rück‘ de Handkäs raus, es stinkt schon durch‘s ganze Haus“ singen und rappen die Enkel und die Oma lässt sich nicht lumpen und verteilt die edlen Stücke, die sie an ihren verstorbenen Karl erinnern, großzügig weiträumig im Publikum.

Dann warten alle auf die Lisbeth „die viermal hintereinander den gleichen Bus verpasst hat“ und nun ihren Geburtstag mit vier Fassenachtern gebührend feiern will. Eine große Aufgabe für Karl-Ludwig, der die Rolle des Butlers übernimmt und die vier verstorbenen Fassenachter ersetzen muss und deren Weine trinkt. Eine Feier ganz nach Lisbeths Geschmack. Immer betrunkener fällt Butler Karl-Ludwig über Stofftier Hildegard, trinkt gewissenhaft alles leer - eine urkomische Interpretation des englischen Klassikers.

Neues Stück in Planung

„Der Urgedanke waren die Zwillingsbrüder, die grundverschieden sind“, sagt Kauth. Darauf sei das Stück aufgebaut worden. Es sei bereits ein neues Stück in Planung „Auf den Spuren von Bonnie und Clyde, Zwei Meenzer auf dem Weg zum Reichtum.“

„Die Fastnachts-CD Helau 1 hat im letzten Jahr 11 666 für krebskranke Kinder eingespielt“, erklärt Kauth nicht ohne Stolz. Die zweite CD Helau 2 mit Oliver Mager und den Rheinmainzern, Andy Ost, Ciro Visone und anderen ist im Lilienpalais erhältlich. Die Spende aus dem Verkaufserlös geht erneut an den Förderverein für Tumor- und Leukämiekranke Kinder e.V.